Streifzug durch den Zoo

mit Herrn Direktor Achim Winkler

Im Zoo und in den Räumen der SOCIETÄT DUISBURG e.V., 15. August 2017

Der traditionelle Zoorundgang steht an. Es ist heftiger Regen vom Wetterdienst versprochen, wir aber haben Glück und nur ein paar Tröpfchen bei der Begrüßung durch Herrn Winkler fallen auf uns herab, aber das war’s dann auch mit der Feuchtigkeit von oben. Unsere Mitglieder sind zahlreich erschienen, zudem haben einige auch ihre Enkel mitgebracht.

Wir machen uns auf den Weg und der erste Höhepunkt bilden die Kattas, die bekannteste Art der Lemuren. Mit ihrem langen schwarzweißen Ringelschwanz fallen sie auf. Sie leben in großen Trupps und die Männer haben hier nichts zu sagen, manch einer von uns unternimmt einen Vergleich… Eine weitere interessante Frage kommt mit der Frage des Geheges auf, dass hier allerdings zu einem durchaus üppigen Biotop ausartet, die Halbaffen aus Madagaskar laufen tagsüber frei herum, eine Kontaktaufnahme mit dem Menschen ist möglich und so wird das Interesse der Besucher an der Tierwelt gefördert.

Routiniert, mit sehr viel Engagement und immer auf die Fragen – besonders der kleineren Besucher – eingehend, erläutert Herr Winkler die Hintergründe für die Haltung von Tieren im Zoo Duisburg. Schon erreichen wir den Teich mit Rötelpelikanen & Kubaflamingos. Hier erfahren wir, dass erstere es lieben dicht nebeneinander zu hocken, nur so bleibt die Population erhalten, letztere sind etwas versteckt, nachdem sie sich letztes Jahr noch offen gezeigt haben.

Gleich danach kommen wir zu den Fossas, die als typische Einzelgänger leben. Viele von uns sind geneigt zu sagen, „O, wie schade, einer allein so ganz ohne Spielgefährten“. Aber Achim Winkler entgegnet, dass es unter den hier versammelten Arten eher die Regel darstellt und man sich nur zur Paarung trifft. Er betont an dieser Stelle, wie wichtig der Zoo für die Erhaltung der Arten ist. So sind weltweit etwa 180 Arten nachgezüchtet und wieder ausgewildert worden, nachdem sie bereits ausgerottet waren.

Gleich dahinter warten Wildkatze und Luchs auf unseren Besuch. Nachdem letztes Jahr von uns nicht zu erspähen war, haben wir dieses Mal das Glück, zwei Luchse beobachten zu können.

Natürlich liegt auch wieder das Raubtierhaus auf unserem Weg. Bei den Löwen ist eine neue Ära angebrochen, nach dem im letzten Jahr „Piefke“ und vor zwei Monaten die Löwin „Minra“ gestorben waren, „Tsavo“ ist mittlerweile herangewachsen und hat Aussichten auf ein ganzes Rudel.

Am Wisent-Gehege hören wir, das die Auswilderung der Tiere durchaus suboptimal verlaufen kann, wenn es vorher versäumt wird mit dem Besitzer des Geländes zu sprechen.

Vorbei an der wunderschönen Bärenanlage erreichen wir unseren letzten Stopp bei den wechselwarmen Schmuckschildkröten, ehe unsere Gruppe dem Ausgang zuströmt.

Wir gehen gemeinsam mit Herrn Winkler zu unseren Räumlichkeiten, gleich nebenan. Familie Klaus Hobohm hat einen kleinen Imbiss angerichtet: Es gibt Möhreneintopf mit Bratwurst – richtig lecker! Dazu schmeckt doch ein Bier hervorragend! Wir sitzen noch lange zusammen beim Austauschen der gewonnen Eindrücke.

(Text: Dr. Ralf Tempel, Fotos: Dr. Ralf Tempel & Dr. Michael Greeske)

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