Wiener Opernhighlights

mit 21.-25. Juni 2019

Freitag, 21. Juni – Anreise nach Wien

Der Flieger bringt uns pünktlich mittags von Düsseldorf nach Wien. Wie immer begrüßt uns hier „unsere“ Hilde Seidl, die uns charmant ihre Heimatstadt vermitteln wird.

Bereits „Kult“ unter uns Wien-Reisende: Das gemeinsame Mittagessen im Restaurant „Plachutta“, welches nicht nur wegen seiner herausragenden Tafelspitz-Variationen als besonderes Highlight der Wiener Küche anerkannt ist.

Abends fahren wir in das stimmungsvolle Heurigen-Lokal „Welser“ in der Probusgasse in Heiligenstadt. Zwei Häuser nebenan erinnern wir uns an eine schicksalshafte Situation im Leben von Ludwig van Beethoven. Hier schrieb er 1802, 32-jährig, tief verzweifelt wegen seiner nicht heilbaren Taubheit das berühmte „Heiligenstädter Testament“.

Samstag, 22. Juni – Wiener Spezialitäten

Hilde Seidl zeigt uns ihre „Wiener Spezialitäten“. Wir konzentrieren uns hierbei auf den Bezirk der Wiener Hofburg, und der Altstadt mit den imponierenden Gebäuden und Plätzen (u.a. Stephansdom, Michaelerkirche, Augustinerkirche, Figarohaus, Haus des Deutschen Ritterordens, Alte Universität, Universitätskirche, Heiligenkreuzerhof). Wir besuchen auch den barocken Prunksaal der österreichischen Nationalbibliothek, der zu den schönsten historischen Bibliotheken der Welt gehört. Kaiser Karl VI. (1685/1711-1740) veranlasste den Bau dieses Juwels profaner Barockarchitektur für seine Hofbibliothek. Erbaut wurde der Prunksaal von 1723 bis 1726 nach Plänen des berühmten Hofarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach von dessen Sohn Joseph Emanuel. Die Deckenfresken stellte der Hofmaler Daniel Gran bis 1730 fertig. Zwischendurch machen wir eine Pause in einem Wiener Café-Haus.

Mittags geht‘s in das beliebte Gasthaus „Beim Czaak“ in der Postgasse. Eine alte Wiener Wirtshausweisheit besagt: Wo ein Postamt dort ein Wirtshaus. Und hier im alten Hauptpostamt finden wir den „Czaak“. Ein bisserl nostalgisch, ein bisserl rustikal und ganz viel Wiener Charme machen die Alt-Wiener Gaststätte seit 1926 zu einem Stückerl Wien.

Am Abend sind wir verabredet in der Staatsoper. Zunächst gilt es, einen „Blick hinter die Kulissen der Staatsoper“ zu werfen. In einer kurzen, individuellen Spezialführung ist es uns gestattet, unmittelbar vor der Vorstellung in den Bühnenbereich eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt „einzutauchen“ und die gespannte Atmosphäre kurz vor dem Beginn der Vorstellung zu erleben. Wir fiebern schon dem Höhepunkt des Abends entgegen.

So erleben wir Giuseppe Verdis „Aida“ mit Marco Armiliato (Dirigent), Elena Guseva (Aida), Ekaterina Gubanova (Amneris), Gregory Kunde (Radames) und Simone Piazzola (Amanasro).

Den erlebnisreichen Tag lassen wir im traditionsreichen und berühmten Café Landtmann am Burgtheater ausklingen.

Sonntag, 23. Juni – Wiener Spaziergang

Schon früh treffen wir uns zur heiligen Messe in der Hofburgkapelle unter Mitwirkung der Wiener Sängerknaben mit Joseph Haydns „Harmoniemesse“.

Danach nimmt uns wieder Hilde Seidl mit auf einen Spaziergang. Wir sehen den Michaelerplatz, die Michaelerkirche, sind am Hof, an der Böhmischen Staatskanzlei, am Judenplatz, am Hoher Markt usw., zwischendurch gibt es ein Kaffeehaus-Intermezzo im Café Central.

Mittags sind wir zu Gast im „Figlmüller“, einer Institution der Wiener Küche, die nicht nur wegen seiner riesigen und extra-dünnen Wiener Schnitzel beliebt ist.

Am Abend begeben wir uns wieder zur Staatsoper. Heute steht Giacomo Puccinis „Tosca“ auf dem Programm. Dabei sind Marco Armiliato (Dirigent), Nina Stemme (Floria Tosca), Piotr Beczala (Mario Cavaradossi) und Carlos Alvarez (Baron Scarpia). Mit großer Spannung wurde das Debüt eines der interessantesten Tenöre unserer Zeit, Piotre Beczala, in der Rolle des Malers Mario Cavaradossi erwartet. Der Abend wurde für ihn zu einem wahren Triumph!

Anschließend lassen wir den Tag im Café Landtmann Revue passieren.

Montag, 24. Juni – Fahrt in die Wachau

Heute unternehmen wir einen Tagesausflug in die Wachau. Zunächst geht die Busfahrt nach Melk, wo wir das berühmte barocke Benediktinerstift besuchen. Nach dem Mittagessen in einem schönen Wachauer Gasthof geht es mit dem Schiff durch das romantische Donautal bis nach Krems und von dort mit dem Bus zurück nach Wien.

Kaum zurück begeben wir uns wieder in die Staatsoper zu  Giuseppe Verdis „Otello“ mit Myung-Whun Chung (Dirigent), Adrian Noble (Regie), Olga Beszmertna (Desdemona), Aleksandrs Antonenko (Otello) und Vladislav Sulimski (Jagoi).

Den erlebnisreichen Tag lassen wir im traditionsreichen und berühmten Café Landtmann am Burgtheater ausklingen.

Dienstag, 25. Juni – Abschied

Zum Abschied noch zwei weitere Highlights: Zunächst haben wir eine Führung durch die „Albertina“. Das ehemalige Wohnpalais der Habsburger beherbergt die bedeutendste Graphiksammlung der Welt und präsentiert in seinen eindrucksvollen Repräsentationsräumen Schlüsselwerke von Albrecht Dürer („Hase“) und bedeutende Werke der Malerei des 20. Jahrhunderts (Von Monet bis Picasso).

Mittags gibt es ein gemeinsames, abschließendes und festliches Essen im historischen „Metternich“ Salon des Hotels Sacher, das in Wien auch wegen seiner vorzüglichen Küche berühmt ist. Jetzt überkommt uns der Trennungsschmerz nur umso heftiger.

(Text Rolf-Rüdiger Arnold und Fotos: Roland Stengler)

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